Die Funktionsweise ist schnell erklärt. Jede Bank hat nur ein bestimmtes von der Zentralbank zugeteiltes Kontingent an finanziellen Mitteln, also eine vorgegebene Menge an Bargeld. Wenn jetzt eine Bank aus irgendwelchen Gründen mehr Geld benötigt, als ihr von der Zentralbank zugeteilt wird, dann muss sie sich von anderen Banken Geld leihen, die ihrerseits einen Überschuss besitzen und somit extra Zentralbankgeld haben. Sozusagen borgt die eine Bank der anderen Bank ihre Überschüsse des jeweils zugeteilten Kontingents.
Dabei ist natürlich das Risiko für die Teilnehmer am Geldmarkt insofern gegeben, dass immer die Möglichkeit eines Totalverlusts präsent ist. Eine Bank die in diesem Bereich aktiv ist, versucht durch die Diversifizierung, also durch die breite Fächerung der Resourcen, das Risiko so weit wie möglich zu reduzieren.
In dieses System fällt auch das Geldmarktkonto, welches ein klassisches Bankkonto darstellt. Hierbei wird zur seiner Erstellung ein gewisser Betrag eingezahlt und nach jeder Neuberechnung ein aktueller Zinssatz berechnet.
Aus persönlicher Sicht finde ich es erschreckend, wenn sich Banken gegenseitig Geld leihen müssen.
Dem Normalbürger wird immer vorgegaukelt, dass das ganze Finanzsystem sicher und zuverlässig ist, aber bei näherer Betrachtung stellt man fest, dass sogar die als sicher geglaubten Banken, wo jeder ordentliche Bürger seine Ersparnisse lagert, nicht wirklich sicher sind und es nur wenige Wochen braucht, um eine Finanzkrise heraufzubeschwören, die alle Anleger um ihre Einlagen bringen kann.
Dieses System ist sehr unausgereift und benötigt dringend eine Generalsanierung, damit es nach dem Überstehen der jetzigen Krise nicht erneut zu einem Debakel kommt, wo man vielleicht nicht mehr helfend eingreifen kann.
