Erdacht Mitte der sechziger Jahre ließ sich ein System in der Art von Forex erst Mitte der siebziger Jahre verwirklichen. Großcomputer begannen erst seit dem ersten Raumflug der USA die Wirtschaftswelt zu bestimmen. Rechner sind es auch, die den Realtime-Handel ermöglichen. Die Vorteile solch Handelns liegen auf der Hand. Die Umsetzung des eigenen Willens in Bezug auf die eigene Agitation an der Börse kann augenblicklich gesehen. Erst durch einen Realtime-Handel ist echte kurzfristige Spekulation möglich geworden. Und zwar so kurzfristig, dass es sich hierbei nicht nur um Daytrading handelt, sondern um Kauf- und Verkauf im Sekunden- oder Minutentakt. Selbst das System des Burnie Maddock beruhte auf Daytrading und Realtime-Handel.
Die Börse war seit jeher ein Tummelplatz für Spekulanten und Glücksritter. War man vor Jahren noch auf Printmedien und TV angewiesen, um Börsennews zu erhalten, liegt es heute einzig an uns selbst, ob wir realtime an den Börsenplätzen dieser Welt mitmachen können. All die Hindernisse gibt es nicht mehr, die einem noch vor wenigen Jahren scheinbar sämtliche Glücksvorstellungen vom Handel an der Börse zu durchkreuzen drohten. Auch der Insiderhandel, der eigentlich verboten ist, lässt sich durch großinstitutionelle Händler wie beispielsweise Banken im Realtime-Handel viel leichter kaschieren. Realtime ist sozusagen heutzutage alles, was noch in der selben Sekunde gekauft oder verkauft werden kann.
Die Zeitverzögerung im Börsenhandel schaffte früher eine Art Unsicherheit, die es zu beseitigen galt. Durch das Aufkommen der digitalen Rechenmaschinen gelang es den Faktor Zeit zu überlisten. Man kann daher bereits im Vorhinein ersehen, was geschehen wird, wenn Realtime agiert wird. In gewisser Hinsicht bedeutet dies einen Vorsprung gegenüber all jenen, die noch durch Verzögerung beim Börsenhandel gebunden bleiben. Schon ein altes Sprichwort besagt: „Die Gimpel werden dann aus den Bäumen geschüttelt, wenn sie nicht erkennen, wann die Sturmböe sie zu erfassen droht.“
